Die Mitwirkenden
Die 13 Handlungsempfehlungen gegen Ernährungsarmut in Niedersachsen wurden im Rahmen eines Beteiligungsprozesses ausgearbeitet. Daran haben insgesamt 31 Organisationen sowie weitere Expert*innen teilgenommen.
Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) hat das ZEHN mit der Erarbeitung des Fokusheftes Ernährungsarmut beauftragt. Das ZEHN hat die Koordinierung des Erarbeitungsprozesses übernommen und unterstützt fortan die Umsetzung der Handlungsempfehlungen.
Miriam Staudte, Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
"Eine gesunde und nachhaltige Ernährung darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Ich danke dem ZEHN sowie allen Beteiligten, die an diesem wichtigen Thema mitgearbeitet haben, um die Dimensionen von Ernährungsarmut in unserer Gesellschaft aufzuzeigen. Die Bereitschaft aller Akteure ist groß, dagegen vorzugehen. Das Fokusheft ist eine gute Grundlage dafür."
Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist Herausgeber des Fokusheftes.
Annika Gaurig, Leiterin des ZEHN
„Wir freuen uns, dass wir mit dem Fokusheft praktische Ideen entwickelt haben, mit denen wir Ernährungsarmut zielgruppengerecht verbessern werden. Zukünftig werden wir im ZEHN die Umsetzung des Fokusheftes unterstützen."
Das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) hat die Koordination des Beteiligungsprozesses sowie die Redaktion übernommen und unterstützt nun die Umsetzung der Empfehlungen.
DIE STIMMEN ZUM FOKUSHEFT
Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände in Niedersachsen e. V.
Die AGF ist der Dachverband der vier niedersächsischen Familienverbände 'evangelische arbeitsgemeinschaft familie', 'Familienbund der Katholiken e. V.', 'Föderation türkischer Elternvereine e. V.' und 'Verband alleinerziehender Mütter und Väter e. V.'. Sie vergibt über die Mitgliedsverbände im Auftrag der Landesregierung Mittel für Familienerholung und Familienfreizeiten mit Bildungsangebot und vertritt die Interessen von Familien in diversen Gremien.
Christine Volland, Geschäftsführerin
„In Niedersachsen lebt jedes fünfte Kind mit hohem Armutsrisiko, überdurchschnittlich betroffen sind Kinder in kinderreichen und Einelternfamilien. Gesundheit korreliert stark mit der sozialen und finanziellen Situation einer Familie, eine gute Ernährung ist zentral für ein gesundes Aufwachsen von Kindern. Deswegen müssen auch ärmere Familien sich und ihre Kinder gesund ernähren können: durch niedrigschwellige Ernährungsbildung in Kita und Schule sowie z. B. das Schulobstprogramm, einen Regelsatz, der eine gesunde Ernährung für Kinder ermöglicht und eine Politik, die frische, gesunde Lebensmittel günstiger macht und ungesunde teurer."
Berufsverband Hauswirtschaft e. V.
Der Berufsverband Hauswirtschaft vertritt die berufspolitischen Interessen hauswirtschaftlicher Fach- und Führungskräfte in Deutschland. Der Verband setzt sich für zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung ein, vertritt die Berufsgruppe in der Politik und unterstützt ein deutschlandweites Netzwerk.
Beatrix Flatt, Freie Journalistin
„Ernährungsarmut in einem reichen Land wie Deutschland ist ein strukturelles Versagen, das Gesundheit und Teilhabe gefährdet. Alle Anstrengungen sind nötig, da Mangelernährung besonders Kinder langfristig benachteiligt. Die Hauswirtschaft spielt eine Schlüsselrolle: Sie vermittelt Budgetplanung und Alltagskompetenzen, um mit wenig Geld gesund zu kochen. Familien werden durch gezielte Bildungsangebote gestärkt und erlangen Souveränität in der Lebensführung. Kostenlose Mahlzeiten in Kitas und Schulen sind essenziell, denn sie garantieren soziale Gerechtigkeit und eine verlässliche Basisversorgung unabhängig vom Geldbeutel der Eltern."
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. – Sektion Niedersachsen
Die DGE-Sektion Niedersachsen ist eine Fachgesellschaft, die wissenschaftliche Erkenntnisse vermittelt, Ernährungsbildung fördert und als Ansprechpartner für Institutionen, Fachkräfte und Verbraucher:innen in Niedersachsen aktiv ist.
Dörthe Hennemann, Leitung
„Ernährung bedeutet mehr als die Deckung von Nährstoffen - sie ist immer auch sozialer Austausch, mentale Stärkung und ein Fundament – der Kit – für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Vor diesem Hintergrund ist es daher noch relevanter, der Ernährungsarmut entgegenzuwirken und an den gesetzten Handlungsfeldern des Fokushefts zuarbeiten."
Ziel der Vernetzungsstelle Seniorenernährung ist es, die Verpflegungssituation von Senior*innen in Niedersachsen zu verbessern und die Qualität der Verpflegungsangebote zu steigern. Dazu vermitteln wir das nötige Wissen, beraten bei fachlichen und organisatorischen Fragen, fungieren aber auch als Schnittstelle, damit sich die Akteure regional und landesweit vernetzen können.
Céline Düzdag, Fachreferentin
„Gerade Senior*innen sind häufig bis an ihr Lebensende von Ernährungsarmut betroffen, da sie oftmals nicht die Möglichkeit haben dem alleine entgegenzuwirken. Es braucht Möglichkeiten in Gemeinschaft gesunde Mahlzeiten zu sich zu nehmen – denn Essen hat auch eine wichtige soziale Komponente. Durch Handlungsempfehlungen, wie die soziale Teilhabe zu ermöglichen und zu fördern, gibt das Fokusheft einen wichtigen Rahmen für Maßnahmen gegen Ernährungsarmut in Niedersachsen. Hier knüpft auch unser derzeitiges IN FORM-Projekt 'Chancengleichheit – Ernährungsarmut im Alter auf kommunaler Ebene entgegenwirken' an."
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. – Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen
Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung unterstützt Schulträger, Schulen und Verpflegungsanbieter dabei, eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Schulverpflegung mit Blick auf die Empfehlungen des DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen zu gestalten. Sie berät u.a. zur Organisation und Ausschreibung der Schulverpflegung, vernetzt Akteure und bietet Veranstaltungen zu verschiedenen Themen der Schulverpflegung an.
Antje Jonas, Projektmitarbeiterin
„Ernährungsarmut sitzt mitten im Klassenzimmer und hat Folgen für Konzentration und Lernbereitschaft. Gute Bildung braucht daher gutes Essen mit verlässlichen Qualitätsstandards. In der Schulverpflegung gibt es schon jetzt Handlungsmöglichkeiten, um die Situation betroffener Kinder zu verbessern: zum Beispiel ein kostenfreies Mittagessen über das Bildungs- und Teilhabepaket oder kostenfreie bzw. kostengünstige Frühstücksangebote vor Unterrichtsbeginn. Konkrete Umsetzungen erproben wir gerade im IN FORM-Projekt „Gut gefrühstückt in den Schultag“. Für die Zukunft könnte ein kostenfreies Schulmittagessen ein weiterer wichtiger Schritt sein, um Ernährungsarmut abzufedern. Denn das Ziel ist klar: Chancengerechtigkeit beginnt auf dem Teller.“
Hochschule Osnabrück | Arbeitsgruppe Transformative Ernährungs- und Konsumsysteme
Die Hochschule Osnabrück ist die größte und leistungsstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Niedersachsen. An der Fakultät AuL, u.a. im Schwerpunkt Agrar- und Ernährungssysteme, Landschafts- und Stadtentwicklung wird zu Ernährungssicherung, Biodiversität, Ressourcennutzung geforscht.
Melanie Speck, Professorin für Sozioökonomie in Haushalt und Betrieb
„Tafeln stellen ein Bindeglied zwischen Lebensmittelüberschuss auf der einen und Mangel (Ernährungsarmut) auf der anderen Seite dar. Solange diese Ungleichheit existiert, sind Tafeln ein Konstrukt, um diese Ungleichheit anzugehen. Im Rahmen unserer Forschung untersuchen wir deshalb die Strukturen, Prozesse sowie Effekte und Auswirkungen der Lebensmittelweitergabe am Beispiel der Tafeln in Niedersachsen. Lebensmittelweitergabe kann bedürftige Menschen vorübergehend mit Lebensmitteln unterstützen und so Einfluss auf Ernährungsarmut nehmen. Dennoch sind Tafeln keine Lösung, sondern eher ein Symptom für ein strukturelles Problem."
Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft Niedersachsen e. V.
Die LAG Hauswirtschaft Niedersachsen e. V. ist der Dachverband hauswirtschaftlicher Verbände, Organisationen, berufsbildenden Schulen und Einzelpersonen in Niedersachsen. Als gemeinnütziger Verein vertritt sie die Interessen der Hauswirtschaft gegenüber Politik und Verwaltung und ist dort als fachkundige Ansprechpartnerin etabliert.
Anja Köchermann, Vorsitzende
„Maßnahmen gegen Ernährungsarmut beginnen mit der Vermittlung von hauswirtschaftlichen Grundlagen, z.B. zu Hygiene, Einkauf, Lagerung und Verarbeitung von Lebensmitteln sowie Abfallvermeidung.
Das vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderte Projekt „Fit for Life 2025-2026“ beschäftigt sich mit Versorgungs- und Verpflegungspotenzialen in Kitas und Grundschulen in Niedersachsen. Ziel ist es, mit Hilfe einer Broschüre zur Vermittlung von hauswirtschaftlichem Grundlagenwissen einen Kompetenzerwerb bei allen Beteiligten in der Kita- und Schulverpflegung zu ermöglichen."
Landesarmutskonferenz Niedersachsen
Netzwerk von Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, weiteren Organisationen und betroffenen Initiativen. Die Landesarmutskonferenz Niedersachsen hat die Aufgabe, den Skandal von Armut und Reichtum in die Gesellschaft zu tragen.
Fabian Steenken, Geschäftsführer
„Deutschland gehört zu den reichsten Ländern der Welt. Und doch verzichten in jeder zweiten Bürgergeld-Familie Eltern auf Mahlzeiten. Während Vermögen wie das der Albrecht Familie, der reichsten Familie Deutschlands und Eigentümer von Aldi, weiter anwachsen, wird Hunger zur Realität. Diese Ungleichheit ist kein Naturgesetz, sondern Ausdruck politischer Entscheidungen.“
Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen ist die größte Beratungsorganisation in Niedersachsen für Betriebe der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, des Gartenbaus und der Fischerei. Für die grüne Branche nimmt sie zahlreiche bedeutende Aufgaben im Auftrag des Landes Niedersachsen wahr.
Gudrun Göppert, Beraterin Ernährung
„Als Ernährungsberaterin bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ist mir wichtig, dass gutes Essen kein Privileg, sondern für alle Menschen möglich ist. Dies ist leider auch in einem Land wie Deutschland nicht immer gewährleistet.
Bereits seit vielen Jahren sind Ehrenamtliche mit großem Engagement im Einsatz, um Lebensmittel zu retten und sie an Bedürftige weitergeben. Ihr Einsatz zeigt eindrucksvoll, wie wirkungsvoll gemeinschaftliches Handeln sein kann.
Ebenso wichtig ist, Betroffenen mehr Gehör zu verschaffen, um gezielt Maßnahmen zu entwickeln, die eine verlässliche und gesundheitsfördernde Lebensmittelversorgung sicherstellen und soziale Teilhabe ermöglichen."
Netzwerk Ernährungsräte Niedersachsen e. V.
Das Netzwerk der Ernährungsräte Niedersachsen dient der überregionalen Vernetzung der Ernährungsräte und Initiativen in Niedersachsen sowie der Vertretung der gemeinsamen Ziele auf Landesebene.
Peter Wogenstein
„Wir leben in einer Gesellschaft des Überflusses. Jedes sechste Kind und jeder sechste Erwachsene leidet an Übergewicht, verbunden mit Adipositas, Diabetes 2 und Folgeerkrankungen. Zur gleichen Zeit leidet jeder 10. in Niedersachsen unter Ernährungsarmut. Damit haben rund 1,2 Millionen Menschen in Niedersachsen zu wenig zu essen oder nur billiges ungesundes Essen. Viele Kinder sind ohne Frühstück, viele müssen auf eine warme Mahlzeit am Tag verzichten. Sie können es sich 'nicht leisten'.
In welcher Gesellschaft leben wir also, die Ernährungsarmut zulässt? Eine Gesellschaft, die Kindern und Jugendlichen vorenthält, was sie zur körperlichen und geistigen Entwicklung dringend brauchen: ausreichende und gesunde Ernährung.
Kehren wir also vor unserer Tür und setzen das Menschrecht auf gesunde Nahrung auch in Niedersachsen um. Nahrung ist ein Menschenrecht für alle!"
Niedersächsischer LandFrauenverband Weser-Ems e. V.
LandFrauen engagieren sich für mehr Lebensqualität in ihrem Umfeld. Lebendige Regionen brauchen eine nachhaltige und flächendeckende Landwirtschaft. LandFrauen sind für chancengerechte Lebensbedingungen auf dem Land und in der Stadt, für gleiche gesellschaftliche Teilhabe von Männern und Frauen. LandFrauen lernen gemeinsam und bündeln ihr Wissen – im größten Bildungsnetzwerk für Frauen.
Ina Janhsen, ehem. Präsidentin
„Die Verantwortung für die Ernährungsarmut liegt bei Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Es müssen Rahmenbedingungen gegen Armut und soziale Isolation geschaffen werden. Mit fairen Löhnen und dem Angebot an gesunden Lebensmitteln kann die Wirtschaft zur Verbesserung beitragen, jeder einzelne kann gegen die soziale Isolation kämpfen und Bedürftige unterstützen. Damit die Schere zwischen Arm und Reich nicht größer wird.
Der Schlüssel dazu ist die Bildung und Aufklärung. Finanzplanung und gesunde Ernährung müssen den Menschen beigebracht werden, dazu gehört aber auch Sparsamkeit und das Vermeiden von Verschwendung von Lebensmitteln. Die Vermittlung von Alltagskompetenz spielt hierbei eine wichtige Rolle.
Außerdem müssen die sozialen Sicherungssysteme gestärkt werden, Lebensmittelausgaben sollten gefördert werden, um gesunde Ernährung für alle zu ermöglichen. Ganz wichtig sind Initiativen für Gemeinschaft/LandFrauen und Nachbarschaftshilfe, um soziale Isolation zu bekämpfen.
Jede kleine Aktion zählt."
Sozialverband Deutschland – Landesverband Niedersachsen e. V.
Der SoVD ist der größte Sozialverband in Niedersachsen. Er setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein und gibt allen eine Stimme, die von der Politik oft überhört werden. Außerdem berät er zu Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit, Bürgergeld und Patientenverfügung/ Vorsorgevollmacht.
Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender
„Eine gesunde Ernährung ist mit den aktuellen Regelsätzen ein Ding der Unmöglichkeit. Sie sind dafür viel zu niedrig. Damit auch Menschen mit wenig Geld sich gesund ernähren können, brauchen wir drei Dinge: Maßnahmen wie ein kostenloses Mittagessen in Kita und Schule, damit Diskriminierung abgebaut wird, realistische Regelsätze und eine Senkung der Mehrwertsteuer auf gesunde Lebensmittel. Nur so gehen Zugang zu gesunder Ernährung und Teilhabe Hand in Hand!"
Türkische Gemeinde in Niedersachsen e. V.
Die Türkische Gemeinde Niedersachsen e.V. (TGN) ist ein gemeinnütziger Träger, der sich für Chancengleichheit, gesellschaftliche Teilhabe und Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte einsetzt. Durch Bildungs-, Beratungs- und Begegnungsangebote unterstützt die TGN insbesondere sozial benachteiligte Menschen und Familien. In ihrer täglichen Arbeit begegnet die TGN zunehmend Menschen, die von Armut und Ernährungsunsicherheit betroffen sind, und engagiert sich daher auch für niedrigschwellige Unterstützungsangebote sowie mehr gesellschaftliche Sensibilität für Ernährungsarmut.
Nejla Coskun, stellvertretende Landesvorsitzende
„In unserer täglichen Arbeit begegnen wir immer mehr Familien, die sich am Ende des Monats fragen, ob das Geld noch für frisches Obst oder Gemüse reicht. Besonders Menschen mit Migrationsgeschichte sind häufig betroffen – durch niedrige Einkommen, Unsicherheiten und fehlende Zugänge zu Hilfsangeboten. Ernährungsarmut bedeutet nicht nur leere Kühlschränke, sondern auch weniger Teilhabe und Zukunftschancen. Gesunde Ernährung darf kein Luxus sein. Wir brauchen mehr Unterstützung, damit alle Menschen würdevoll und gesund leben können.“
Verband alleinerziehender Mütter und Väter – Landesverband Niedersachsen e. V.
Der VAMV Niedersachsen ist eine Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung von Alleinerziehenden in Niedersachsen. Er ist ein Fachverband, der sich für die Anerkennung, Wertschätzung und Verbesserung der Situation von Alleinerziehenden einsetzt und gezielt unterstützt.
Lena Wessel, Landesgeschäftsführerin
„In Deutschland sind Alleinerziehende die Familienform, die am häufigsten von Armut betroffen ist. Ernährungsarmut trifft diese Familien daher häufig auch besonders hart. Sie kann der Gesundheit der Familie und vor allem der der Kinder schaden, mindert Lernchancen, soziale Teilhabe und Zukunftsperspektiven. Erst ein ganzheitliches System gegen Ernährungsarmut kann dies verbessern: u.a. mit finanzieller Unterstützung, einfachem Zugang zu Lebensmitteln, barrierearmer Beratung vor Ort, gesunden und fairen Angeboten in Kitas und Schulen sowie Bildung zu gesunder Ernährung schon ab dem Kindergarten."
Verbraucherzentrale Niedersachsen e. V.
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen e. V informiert, berät und unterstützt Verbraucher*innen anbieterunabhängig und vertritt Verbraucherinteressen gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit.
Constanze Rubach, Projektleitung Ernährung und Lebensmittel
„Ernährungsarmut sieht man den Menschen nicht an. Sie zeigt sich nicht in Schlagzeilen, sondern in stillen Momenten: wenn man im Supermarkt den Lieblingsjoghurt zurückstellt, weil jeder Cent zählt. Wenn frisches Obst plötzlich zum Luxus wird. Und genau deshalb reden wir zu wenig darüber. Für mich ist klar: Niemand sollte zwischen dem leeren Portemonnaie und einem vollen Magen abwägen müssen. Wir brauchen Bedingungen, die gutes Essen für alle möglich machen – verbindlich, bezahlbar und ohne Hürden."
WEITERE MITWIRKENDE UND EXPERT*INNEN WAREN:
- Katholische Familienbildungsstätte Hannover
- Kompetenznetzwerk Ökolandbau Niedersachsen GmbH
- Koordinierungszentrum Frühe Hilfen – Frühe Chancen, Region Hannover
- Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen e. V.
- Landesverband der Tafeln Niedersachsen und Bremen e. V.
- Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Nidersachsen Bremen e. V.
- Martinsscheune, Herberge für Menschen in Not e. V.
- Niedersächsisches Kultusministerium
- Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
- Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung
- Quartier:PLUS Braunschweig
- Rehabilitationszentrum Oldenburg GmbH
- Studierendenwerk Hannover

