Der Weg
Ernährungsarmut betrifft viele Menschen - auch in Niedersachsen. Um gezielt gegen Ernährungsarmut vorgehen zu können, organisierte das ZEHN einen Beteiligungsprozess. Es wurden Handlungsempfehlungen für Niedersachsen ausgearbeitet.
ERNSTZUNEHMENDES THEMA
1,3 Millionen Menschen sind allein in Niedersachsen von Armut betroffen - das sind rund 16,6 % der Bevölkerung (HSBN 2025). "Armut geht nicht notwendig mit Ernährungsarmut einher, aber wer arm ist, hat es schwer(er), sich gesundheitsfördernd zu ernähren" (WBAE 2023).
Armut wirkt sich also auch darauf aus, wie Menschen sich ernähren können.
DIE FOLGEN
Menschen, die von Ernährungsarmut betroffen sind, können sich mengenmäßig nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgen. Hunger oder fehlende Nährstoffe sind dann die Folge. Das hat direkte Auswirkungen auf die Gesundheit.
Darüber hinaus hat Ernährungsarmut auch einen sozialen Aspekt: Freund*innen oder Familie können nicht zu einem gemeinsamen Essen eingeladen werden, Essen gehen ist aus finanziellen Gründen nicht möglich. Ihr Sozialleben ist eingeschränkt.
Man spricht von materieller und sozialer Ernährungsarmut.
HANDLUNGSBEDARF - DER PROZESS
Das ZEHN organisierte einen mehrstufigen Beteiligungsprozess.
In mehreren Workshops arbeiteten insgesamt 31 Organisationen mit dem ZEHN zusammen. Es wurden konkrete Handlungsempfehlungen gegen Ernährungsarmut in Niedersachsen erarbeitet, die im Dezember 2025 herausgegeben wurden .
"Um wirksam gegen Ernährungsarmut vorzugehen, müssen wir in Niedersachsen geschlossen zusammenarbeiten. Durch den Prozess wurden wichtige Akteur*innen von Beginn an einbezogen", erklärt Annika Gaurig, Leitung des ZEHN.
NIEDERSACHSENS ERNÄHRUNGSSTRATEGIE
Den Auftrag für diese Arbeit hat das ZEHN vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erhalten, um Niedersachsens Ernährungsstrategie weiterzuentwickeln.
Ernährungsministerin Miriam Staudte: „Eine gesunde und nachhaltige Ernährung darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Ich danke dem ZEHN sowie allen Beteiligten, die an diesem wichtigen Thema mitgearbeitet haben, um die Dimensionen von Ernährungsarmut in unserer Gesellschaft aufzuzeigen. Die Bereitschaft aller Akteure ist groß, dagegen vorzugehen. Das Fokusheft ist eine gute Grundlage dafür.“
DER PROZESS









